Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision
Systemische Familientherapie

Systemische Familientherapie


Schlüsselwörter: Wertschätzung der Person, Achtsamkeit für Kompetenzen und Fähigkeiten der Klientinnen/Klienten, Betrachtung der Probleme in Beziehungszusammenhängen, Ressourcen- und Lösungsorientierung, Konstruktivistische Grundhaltung

Systemische Familientherapie fokussiert Probleme, vor allem in Bezug auf deren Lösungen, unterstützt und fördert die eigene Handlungskompetenz zur Problembewältigung. Der Mensch wird als autonom betrachtet, als »Experte und Expertin seiner selbst«. Eine systemische Therapeutenhaltung ist gekennzeichnet durch Respekt, Unvoreingenommenheit, Interesse und Wertschätzung der Person, ihrer Absichten, Werte und ihrer bisherigen Lebenserfahrungen und durch eine Unerschrockenheit gegenüber Einstellungen, Theorien, Überzeugungen und Traditionen.

Zu den Methoden zählen spezielle Fragetechniken (zirkuläre und konstruktive Fragen), Klärung der Klientinnen-/Klientenziele, Rituale, Interventionen, Beobachtungsaufgaben, Metaphern, Stellen von (Familien-, Lösungs-) Skulpturen, Einsatz von Beobachterteams und Teamreflexionen. Tendenziell ist systemische Familientherapie eine Kurzzeittherapie und findet Anwendung in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen im klinischen und Gesundheitsbereich, in Bereichen der Supervision, der Fort- und der Weiterbildung und der (Organisations-)Beratung.

Systemische Familientherapie versteht sich als eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren, welches sich unter anderem aus der Familien- und Paartherapie weiter entwickelt hat. »Systemisches Denken« umfasst heterogene Denkansätze aus verschiedenen Disziplinen – Biologie, Soziologie, (Sozial-)Psychologie, Biokybernetik und Systemtheorie, Kommunikations- und Erkenntnistheorien (Konstruktivismus).

zitiert nach: http://www.psyonline.at/download/PatientInnen-Information-psychotherapeutische-Methoden-2.pdf
herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit. (Stand Nov. 2015)